Ob dick oder dünn, jung oder alt, jeder quält sich zu Fuss den Berg hoch zum Kloster des Heiligen Martin unterhalb des Pyrenäen-Gipfels namens Canigou. Ein jeder schwitzt und schnauft wie er kann. Wer hoch oben beim Kloster der Communauté des Béatitudes angekommen ist, hat bereits im Minimum 400 Höhenmeter hinter sich und schaut auf die atemberaubend schöne Landschaft mit den umliegenden Tälern herab. Trotz allem liegen dann doch noch mindestens 1000 Meter Höhe vor dem Wanderer, um letztendlich oben auf einem der Gipfel und Kämme der Pyrenäen zu stehen. Kein Mensch, der sich auf den Weg zur Abbaye Saint Martin du Canigou macht, ist frei von Glücksgefühlen. Freude, Begeisterung oder einfach Erleichterung, ergreifen jeden, wenn die letzte Kurve vor den Klostermauern absolviert ist. Manch einer feiert das mit einem erfrischenden Eis aus dem Klosterladen.

la terrasse abbaye saint martin canigou

Gepflanzt auf Felsen zwischen den Mauern

Vor mehr als tausend Jahren hatten die adeligen Gründer wohl keine Ahnung, welche Anziehungskraft ihr kleines Kloster oben zwischen den Felsen selbst für weit gereiste Menschen haben würde. Es waren Benediktiner, die sich an diesem Platz im Gebirge für die klösterliche Abgeschiedenheit entschieden hatten. Überalterung der Mönche und die Französische Revolution sorgten nach rund achthundert Jahren für den Niedergang der Abtei. Vor mehr als einhundertzwanzig Jahren kehrte wieder monastisches Leben auf dem Berg zurück. Heute sind es die Mitglieder der Gemeinschaft der Seligpreisungen, die dem Kloster, dem Garten, ihrem Dasein und Schaffen oberhalb der kleinen Ortschaft Casteil eine fröhliche Lebendigkeit verleihen. Der Kreuzgang und die Terrasse mit den Pflanzenbeeten liegen innerhalb der Klausur. Zugang zu ihnen erhält man nur in Verbindung mit einer Führung, die über den Klosterladen gebucht werden kann.

kapitel gesichter abbaye saint martin canigou
Der Rosengarten ist von den Gebäuden umrandet und von den hohen Bergen umstanden.
outside in abbaye saint martin canigou


„Bin ich froh, dass wir den langen Weg zur Abtei hinaufsteigen mussten. Erst dadurch konnten wir begreifen, wie treffend schön sie in der Landschaft positioniert ist.“

unbekannte Touristin beim Abstieg vom Berge

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Besucher sind stets willkommen in der Abbaye Saint Martin Canigou.

Dem Himmel ein Stück näher

Der schöne Platz unterhalb des Gipfels Canigou kann zu einer spirituellen Erfahrung werden. Die Geschwister der Gemeinschaft der Seligpreisungen laden zur Teilnahme an den Gottesdiensten in ihrer schlichten romanischen Klosterkirche ein. Wer dabei sein möchte, klingelt an der Tür beim Turm. Freundlichkeit, Bescheidenheit und Ruhe wird ihn empfangen.

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Lavendel gedeiht in den Beeten der kleinen Abtei auf dem Felsen in den Pyrenäen.
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Info und Anreise:

Spätestens vom Parkplatz in der Ortschaft Casteil beginnt der halbstündige Aufstieg zu Fuss hinauf zum Kloster. Auf diversen Wanderwegen lässt sich die Abtei aus unterschiedlichen Richtungen erreichen.

https://stmartinducanigou.org/de