Hof van Lof ist eine Stiftung, die dem Erhalt und Bestand des Klostergartens der Minderbüder von Megen gewidmet ist. Treue und tüchtige Helfer stehen den Franziskanern zur Seite.

Hof van Lof

Einen Hof der Lobpreisungen haben Freiwillige auf dem Gelände des Klostergartens der Minderbrüder gestaltet. Zunächst sieht es erst einmal wie ein gepflegter und schön gestalteter Garten aus. In seiner Mitte steht eine stählerne Plastik des Heiligen Franziskus mit einem Vogelschwarm. Es handelt sich um eine Kopie des Werkes von Frederick Franck. Das Konzept des floralen Lobpreises – Hof van Lof – umfasst die beiden Felder in nördlichen Teil des Klostergartens. Der erste Teil stellt das Kirchenjahr dar. Den einzelnen Höhepunkten im Kirchenkalender sind passende Pflanzen und Blumen zugeordnet. Im zweiten westlichen Feld finden sich blumige Zuordnungen zu den Jahreszeiten, Figuren und Themen aus dem Alten und dem Neuen Testament. Ahnungslosen und ratsuchenden Besuchern stehen die Freiwilligen gerne mit Erklärungen bei einer Tasse Tee zur Seite. Sie sind die perfekten Gastgeber.

Die historische Klosteranlage mit ihrem ausladenden Garten ist vollständig erhalten. Bis in die 60-er Jahre diente der Garten zur Selbstversorgung der Brüder.
Blick aus dem historischen Klostergarten des Franziskanerklosters in Megen in Richtung Norden. Den Horizont begrenz der mit Bäumen bepflanzte Deich zur Maas.
Vom ehemaligen Obstgarten sind immer noch einige Bäume im Bestand, dazwischen sind Wiesenstücke, Bänke, Beete und stille Wege.
Sind die Türen einmal offen, sind die Mitglieder der Stiftung Hof van Lof gerne zu einem Gespräch bereit.

Tor zum Glück

Statt einer Gartenlaube gibt es einen ehemaligen Schuppen. Dort, wo einst landwirtschaftliche Geräte standen, ist jetzt Gemütlichkeit eingezogen. Öffnen sich seine Tore, bietet er Schutz bei Wind und Regen. Schatten und Kühle hat es in ihm bei Sonnenschein. Bei einer Tasse Tee lässt sich in ihm angenehm ausruhen, sitzen und plaudern. Jede Menge Informationen halten die Freiwilligen parat. Selbst das Geheimnis der Heiligen Bohnen geben sie preis!

Malerische Ausblicke ergeben sich unter dem fliegenden Himmel der Niederlande aus dem Klostergarten in Megen.
Titus Brandsma ist ein niederländischer Heiliger, ein Märtyrer umgebracht durch die Nazis im KZ Dachau. Ihm zur Erinnerung ist diese Sonnenblumenzüchtung als Titus-Brandsma-Blume benannt.
Lavendel ist dank des Klimawandels mittlerweile auch in Holland als Gartenbepflanzung angekommen. Dem konnten sich die Franziskaner von Megen nicht enthalten.

Info und Anreise:

Der Garten ist den Brüdern des Franziskanerklosters vorbehalten. Besichtigungen ermöglicht die Stiftung ‚Hof van Lof‘ zu regelmässigen Terminen, die auf der Website bekannt gegeben werden.

https://www.minderbroedersfranciscanen.net/2021/11/22/megen/

Wochentags und Samstag ist Megen an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Es fahren Busse von der nächstgelegenen Bahnstation Oss.

Wie alles in den Niederlanden ist auch Megen mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Schön ist die Fahrt auf dem Deich der Maas bei Rückenwind mit dem Blick in die herrliche weite Landschaft.